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Ausflug in die böhmische Schweiz zu den Klammen an der Kamnitz

Das romantische Karten-Verkaufshäuschen

Immer nur technische Beiträge wird auf die Dauer vielleicht etwas langweilig und vor allem unpersönlich… schließlich sollt ihr nicht nur meine Models und meine Ausrüstung kennen lernen sondern ich möchte auch ein paar Worte über mich und meine bescheidenen Unternehmungen schreiben.

An einem Wochenende Ende September fiel uns mal wieder fast die Decke auf den Kopf und wir mussten raus. Eigentlich wollten wir Sonntag Wandern gehen und Samstag noch ein paar Erledigungen machen, hatten uns dann aber doch – zum Glück! – spontan umentschieden. Der Samstag bot herrlichstes Herbstwetter: Sonne und 23°C (einen Tag später, heute, Regen bei 14°C). Wir starteten früh (unser früh ist bei euch wahrscheinlich mittags) nach Tschechien. Kurz hinter der Deutsch-tschechischen Grenze bei Reinhardtsdorf-Schöna ist Hřensko (deutsch: Herrnskretschen). Und obwohl der Ort zur Hälfte aus (bezahlten) Parkplätzen besteht, gab es keinen einzigen mehr. Also weiter nach Mezni Louka, dort hatten wir vorher einen Hotelparkplatz rausgesucht, aber auch dort war alles voll. Also wieder den Berg runter und zwei Kilometer weiter ins Land und endlich was gefunden… Von Wildparken rate ich übrigens ab: Ihr habt sonst schneller eine Radkralle am Auto als ihr denkt, wir haben genug davon gesehen 😉

Hrensko

Blick auf Hrensko (Tschechien)

Anschließend nach Hřensko gelaufen und an den Märkten vorbei entlang der Kamnitz zum Eingang der Edmundsklammen. Der Fluss Kamnitz, der in die Elbe mündet, ist umgeben von imposanten Felsen auf der einen Seite und einem Wanderweg auf der anderen. Im Örtchen sind auch viele (E-) Biker unterwegs, entlang der Wanderwege sind Räder aber leider nicht gestattet. Weit wäre man damit eh nicht gekommenen, da man nach ca. 30-40 Minuten Fußweg aufs Wasser wechseln muss.

Für den laut Karte 30-minütigen Weg haben wir locker das Doppelte benötigt. Nicht weil ich außer Puste war (zumindest diesmal nicht :D), sondern weil es so wahnsinnig viele Naturwunder zu entdecken und natürlich zu fotografieren gab. Egal ob Landschaft oder Makroaufnahmen… ich bin aus dem Staunen und aus den Glücksgefühlen kaum rausgekommen.

Die Kähne

Kahnfahrt auf der Kamnitz

Angekommen an der ersten Kahnstation musste man den Weg auf dem Wasser fortsetzen. Die ca. 20-minütige Fahrt kostet 3€ für den Erwachsenen, für Kinder/Rentner 2€. (Letzte Hinfahrt 17.30 Uhr). Die Boote sehen wie Kähne, sind aber stabile GfK-Boote, welche deutlich ruhiger und sicherer im Wasser liegen. Bei den Kahnfahrern kann man entweder Glück oder Pech haben. Manche sprechen super Deutsch und man lacht und staunt die ganze Zeit über ihre Geschichten. Andere sprechen nur minimal Deutsch und man bekommt die tschechischen Geschichten leider nicht ganz mit.

Grillhäuschen

Zwischenstation zwischen der ruhigen und wilden Klamm

An der nächsten Station angekommen kann man weiter zu den wilden Klammen laufen, da es dann aber doch dem Abend entgegen ging und die letzte Rückfahrt um 18 Uhr ging entschieden wir uns nur einen Kaffee zu trinken und dann wieder umzudrehen. Also wieder zwei Tickets gekauft und dann… eine wartende Menschenmenge von über 100 Leuten vor uns. Und es kamen noch viele weitere hinter uns, sodass dann etwa 200 Menschen auf die rückfahrenden Kähne gewartet haben. Da ich auf der Hinfahrt 24 Personen in unserem Kahn gezählt hatte, mussten wir also grob überschlagen 4 Kähne abwarten, bevor wir wieder zurück kamen… Achso, vergessen zu erwähnen: in den Klammen waren übrigens nur noch an die 12 Grad. Denn dort kam keine Sonne herein und die kalten Felsen und das kalte Wasser erzeugten ein eisiges und feuchtes Klima. Zum Glück hatten wir einen Pullover mit.

Makroaufnahme im Wald

Kleiner Zeitvertreib: Makroaufnahme der Natur

Nach einigem Warten, wie lange weiß ich nicht, da die Wartezeit mit Fotografieren überbrückt habe, fuhren wir wieder zurück und legten anschließend die Strecke zur Ortschaft in einem Affentempo zurück, weil total durchgefroren zurück. Aber da noch genug andere in teils kurzen Hosen und T-Shirt unterwegs waren, konnte wir nicht die einzigen gewesen sein, die nichts von der Kälte gewusst haben :).

Wir haben uns dann noch ein paar Markenklamotten an den typisch tschechischen Ständen angeschaut – alles originale natürlich 😉 – brauchten aber auch nichts und sind dann entlang der Elbe (tschechisch: Labe) zurück zum Auto. Aus den 1,5 Stunden Heimfahrt wurden dann reichlich zwei Stunden, Stau und Baustellen ihr Dank.

Als Fazit für mich und euch bleibt festzuhalten:

  • Das nächste Mal warme Sachen einpacken
  • möglichst nur leichtes Gepäck mitnehmen (Akkugriff, Tele, 50er Festbrennweite, Fernbedienung und sonstigen Kram hatte ich vorher ausgepackt)
  • Sicheres Schuhwerk
  • Genügend Geld für Kahnfahrten und Verpflegung
  • Wenn ihr die Strecke nicht zwei Mal gehen wollt könnt ihr auch eine Rundtour machen: z.B. entlang der Klammen wandern und kahnfahren und anschließend vom Ende mit dem Bus wieder zurück nach Hřensko fahren. Was der Bus kostet, haben wir leider nicht gesehen.

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