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Making-Of: Eisprinzessin Shooting mit Dana

Eisprinzessin Shooting Porzellanhaut Dana

Heut möchte ich euch zeigen, wie diese Eisprinzessin- / Fantasy-Fotos von Dana im März 2018 entstanden sind und wie leicht und günstig das jeder ambitionierte Hobbyfotograf zu Hause nachmachen kann!

Shooting-Requisiten günstig kaufen

Meine Requisiten versuche ich immer so günstig wie möglich zu kaufen. Dabei lege ich wenig Wert auf Qualität, denn meist nutzt man die Sachen eh nur für ein, maximal zwei Shootings. Da Dana zudem sehr gut nähen kann, können die Sachen auch kleinere Fehler haben, die wir dann einfach selbst korrigieren – entweder sie mit der Nadel oder ich bei der Nachbearbeitung ;).

Das Kleid zum Beispiel haben wir für etwas mehr als 10€ aus China bestellt. Dafür gibt es mehrere Plattformen, die speziell für diese billigen Sachen ausgelegt sind. Aber egal was ihr bestellt, erwartet keinerlei Qualität! 😉 Der Vorteil beim direkten Kauf vom China-Händler ist klar der günstige Preis. Der Nachteil dafür, die lange Lieferzeit (bis 3 Monate!) und keine Garantie.

Den Rosenkranz hat sich Dana dann selbst gebastelt. Die Blüten gab es einzeln zu kaufen und wurden dann zu einem Kranz geklebt.

Studio-Einrichtung / Set-Aufbau

Da ich kein richtiges Studio habe, haben wir kurzerhand eins gebaut. Als Hintergrund habe ich schwarzen Stoff* genutzt. Den gibt es entweder direkt als Fotohintergrund zu kaufen, oder auch in Form von schwarzen Gardinen. Letzteres ist handlicher – meist durch Ösen einfach aufzuhängen.

Achtet auf einen ausreichend großen Abstand von Kamera zu Model, um möglichst keine Verzerrung durch eine zu geringe Brennweite zu erzeugen.

Bei der Belichtung kann man entweder das Tageslicht einsetzen, oder wie hier, einen Blitzschirm und einen Reflektor. Den Blitzschirm mit Funk-Blitzlicht habe ich (aus Kamerasicht) rechts oben vor dem Model platziert, den Reflektor links neben ihr. Nach ein paar Testschüssen findet man schnell eine geeignete Blenden-/Verschlusszeit-/ISO-/Blitzstärke-Kombination. Wählt die Blende nicht zu klein, da hier eine geringe Tiefenschärfe eher kontraproduktiv wäre. Wir wollen bei diesem Porträt nicht nur einen kleinen scharfen Punkt (z.B. das Auge) haben, sondern lieber das gesamte Gesicht scharf sehen. Daher als kleinste Blende mit 2.2, besser sogar 2,8 arbeiten. Der Abstand zwischen Model und Hintergrund sollte mindestens einen Meter betragen, um diesen möglichst wenig mit dem Blitzlicht zu belichten und etwas unscharf werden zu lassen.

Die richtigen Kameraeinstellungen wählen

Wie bereits erwähnt habe ich mit einer Blende von 2.2 bis 2.8 gearbeitet, bei einer Belichtungszeit von 1/160 Sekunde und ISO 125. Die Werte können natürlich je nach verwendeter Kamera, Objektiv und Blitzstärke abweichen.

Als Kamera habe ich die Canon EOS 5D Mk III* in Kombination mit dem sehr lichtstarken Canon EF 50mm f/1.4 USM* verwendet.

Mit diesen Einstellungen und dem oben genannten Aufbau habe ich dann, neben 150 weiteren, dieses Bild erhalten:

Out of Cam // Unbearbeitet Eisprinzessin Fantasy Shooting

Nein, Dana ist nicht schwer krank, sondern hat sich vorher einfach das Gesicht weiß bzw. sehr hell geschminkt :D. Das macht die Nachbearbeitung ein ganzes Stück einfacher!

Licht- und Farbkorrektur in Lightroom oder Camera RAW

Das Foto an sich ist schon ganz nett… aber irgendwie ein wenig fad und kontrastlos. Also importiere ich das Foto in Lightroom (oder alternativ Camera RAW) und korrigiere das. Die Bearbeitung hier besteht im Wesentlichen aus:

  • Tiefen und Weiß anheben, Schwarz verstärken
  • Etwas Nachschärfen
  • Anpassung der Farbtöne, Sättigungen und Farbluminanz

Nach diesem Schritt sieht das Bild schon etwas besser aus, jedoch noch mit ordentlich Verbesserungspotential.

Die Eisprinzessin nach der Farbkorrektur

Haut-Retusche und Bearbeitung

Ebenen in Photoshop

Nun geht es weiter in Photoshop, bzw. eurer bevorzugten Bearbeitungssoftware. Bei der Retusche arbeite ich so viel wie möglich non-destruktiv. Das heißt alles was man macht, zerstört oder verändert nicht den Originalinhalt der Datei, sondern ergänzt sie nur. Das hat zum Vorteil, dass man alle Änderungen unabhängig voneinander ein- und ausblenden kann und somit jederzeit eine Korrektur möglich ist. Der Nachteil ist der größere Speicherbedarf (bei diesem Bild z.B. 1,23 Gigabyte). Die Bearbeitungsschritte für diese Foto bestanden nun aus:

  • Haare mit einer Farbkorrekturebene heller einfärben (Bereich mit Ebenenmaske auswählen)
  • Mit dem Camara Raw Filter die Haut Porzellanfarben anpassen und wieder mit einer Ebenenmaske platzieren
  • Mittels Frequenztrennung die Haut korrigieren (gleichmäßige Struktur und Poren)
  • Weiße Bereiche der Augen hervorheben
  • Haut etwas weichzeichnen (ohne die Hautporen/struktur zu verlieren)

Das fertige Ergebnis seht ihr oben auf der Seite – die komplette Galerie des Shootings hier!

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